Martha Muchow-Stiftung

Die Martha Muchow-Stiftung dient der wissenschaftlichen Forschung auf dem Schnittpunkt zwischen Kindheitsforschung und Schulpädagogik. Sie trägt ihren Namen in Erinnerung an Martha Muchow (1892-1933), deren Lebenslauf und Berufbiographie durch eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis charakterisiert sind. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten, vor allem in der Studie "Der Lebensraum des Großstadtkindes", verfolgte sie neue Forschungsansätze, die erst in den siebziger Jahren des 20. Jh. einer größeren wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich wurden und bis heute als Desiderat der Forschung gelten müssen. Die Stiftung will deshalb Forschungsansätze fördern, die diese Pionierleistung kreativ und originell aufgreifen und weiterführen.

Die Stiftung fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftler, die empirisch (im Feld) mit qualitativen Methoden forschen oder forschen wollen, um aus der konkreten Beobachtung von Kindern zu einem besseren Verständnis der Lebenswelten und Kulturen von Kindern beizutragen, und damit bessere Voraussetzungen für pädagogische und didaktische Überlegungen und Entscheidungen bereitzustellen.

Die Martha Muchow-Stiftung wurde 2010 von der Stifterin, Prof. Dr. Gertrud Beck-Schlegel, nach dem Tode ihres Ehemannes, Johannes M. Schlegel, im Sinne des gemeinsamen Testaments ins Leben gerufen.